Inbetriebnahme am PC
Windows
Die folgenden Schritte wurden vom Entwicklerteam bisher unter Windows 2000 Professional, Windows XP Professional und Windows 7 (32 Bit) getestet. Rückmeldungen/Anmerkungen zur Installation unter Vista (32/64 Bit), sowie Windows 7 (64 Bit) sind erwünscht.
Treiber-Installation
HINWEIS: Unter Windows 7 (vielleicht auch Vista?) ist es in der Standardeinstellung zwingend erforderlich, dass der Treiber digital signiert ist. Um den FiFi-SDR-Treiber erfolgreich zu installieren, muss diese Einstellung geändert werden. Dies muss abgeschaltet werden durch Aufruf von "gpedit.msc" und Änderung der Standardeinstellung.
In dem sich öffnenden Baum wählen:
... -> Sytem -> Geräteinstallation -> Einschränkungen bei der Geräteinstallation
dort:
Administratoren das Außerbetriebsetzen der Richtlinien unter "Einschränkungen beider Geräteinstallation" erlauben. (Doppelklicken öffnet Fenster)
Status: nicht konfiguriert -> ändern in "aktivieren" -> übernehmen. (Weitere Informationen zu diesem Thema finden sich in Ticket #40)
Beim Anschluss des FiFi-SDRs an einen USB-Port des Computers meldet es sich mit zwei Geräten an. Zum einen ist das die eingebaute Soundkarte (unabhängig davon, ob der Codec IC bestückt ist!) - für diese ist kein Treiber erforderlich. Des weiteren findet sich ein Softrock40 V9.0 kompatibles Gerät namens FiFi-SDR in der Systemsteuerung. Für dieses wird man zur Installation eines Treibers aufgefordert.
Die Treiberdateien finden sich hier (sowohl als ZIP Archiv, als auch einzeln).
Es wird empfohlen das neueste Archiv (das Datum ist im Namen als JJJJMMTT angegeben) herunterzuladen und lokal in ein Verzeichnis zu entpacken. Dieses Verzeichnis muss dann als Quellverzeichnis bei der Treiberinstallation angegeben werden.
Die Installation sollte weitgehend automatisch verlaufen, im Installationdialog ist es ggf. noch nötig die korrekte Version (32 oder 64 Bit) für sein Betriebssystem auszuwählen, damit später die entsprechenden Dateien kopiert werden können. Anschließend sollte der Treiber automatisch installiert werden und das Gerät FiFi-SDR als betriebsbereit im Gerätemanager auftauchen.
Der Treiberdateien stammen aus dem Projekt LibUSB-Win32 und unterliegen der GNU Lesser General Public License.
Sollten bei der Treiberinstallation widererwarten unüberwindbare Probleme auftauchen, bitte ein neues Ticket erstellen, damit effektiv geholfen werden kann und das Problem auch gleich für alle dokumentiert und beseitigt wird.
Software-Auswahl
Genauere Anleitungen zur Konfiguration verschiedener Programme finden sich auf den jeweiligen Informationsseiten zu diesen Programmen. Generell sollte jede Software die das Softrock-SDR unterstützen auch mit dem FiFi-SDR verwendbar sein. Eine Übersicht über verwendbare Software gibt es auf der Wiki-Seite User Software.
Für diese Programme existiert bereits eine Konfigurations-Anleitung:
Wenn Du ein anderes Programm benutzt, kannst Du gerne eine neue Anleitung im Wiki anlegen! Allgemeine Hinweise zu den Einstellungen gibt es im folgenden Abschnitt:
Software-Einstellungen
Zur Benutzung des FiFi-SDRs in einer Software werden folgende Parameter benötigt:
Vendor-ID: 16C0 (hexadezimal) / 5824 (dezimal) Device-ID: 05DC (hexadezimal) / 1500 (dezimal) Hersteller/Vendor Name: www.ov-lennestadt.de Produkt/Device Name: <leer> Si570 I2C-Adresse: beliebig (wird automatisch von der SDR-Firmware erkannt)
Hinweis: Für Firmware-Versionen vor [215] (07.11.10) muss als Hersteller "O28" eingetragen werden.
DRM Empfang
Eine für Windows übersetzte Version des OpenSource? DRM Decoders DReaM findet man derzeit hier.
Nach Download und entpacken des Archivs am besten die Help.bat starten und anschließend die "Receiver.bat" Datei für das eigene System anpassen. Das korrekte Inputformat (Option "-c" bzw. "--inchansel") ist 3 (I/Q input positive) - hierbei muss sich das DRM Signal im Frequenzbereich über der LO-Frequenz befinden.
DReaM kann die Frequenz nicht selbst einstellen, dies kann z.B. mit WinRad erfolgen. Es ist möglich WinRad und DReaM parallel laufen zu lassen. Sobald mit WinRad ein ausreichend starkes DRM Signal im oberen Teil des Spektrums eingestellt wird, beginnt DReaM mit der Dekodierung des Signals. (Da sich Ausgabe von WinRad und DReaM überlagern, empfiehlt es sich, den Lautstärkenregler in WinRad auf 0 zu stellen ;) )
rockprog (Windows)
Das Tool rockprog liegt nun auch in einer Version für Windows im SVN. Es handelt sich um eine Testversion (!), die mit Hilfe von MinGW/MSYS von Linux auf Windows portiert wurde. Die Bedienung ist entsprechend der Linux-Version, allerdings heißt die Programmdatei rockprog0.
ACHTUNG: Die aktuelle Windows Version im SVN entspricht nicht immer der aktuellen Linux Version, da die Entwicklung von "rockprog" unter Linux erfolgt und die Version für Windows immer nachgezogen wird.
Linux
Rechtevergabe
In Linux ist das FiFi-SDR zunächst einmal unbekannt. Deshalb werden ihm nach dem Anschließen Standard-Berechtigungen zugewiesen, die es im Normalfall nur IHM erlauben (schreibend) auf das FiFi-SDR zuzugreifen. Z.B. nach dem Einstecken an Bus 3:
rolf@blackbox:~$ ll /dev/bus/usb/003 total 0 crw-rw-r-- 1 root root 189, 256 Mar 7 08:34 001 crw-rw-r-- 1 root root 189, 299 Mar 7 13:04 044
Nur ER oder ein Mitglied der Gruppe root kann das Gerät jetzt uneingeschränkt benutzen. Über eine Regel für udev läßt sich die Gruppen-Zugehörigkeit beim Einstecken automatisch ändern. Für Debian und Ubuntu bietet sich dafür die Gruppe plugdev an. Wenn auf anderen Systemen diese Gruppe nicht vorhanden ist, kann man auch auf die wohl meist vorhandene Gruppe users ausweichen. Im Verzeichnis /etc/udev/rules.d muß die Datei z90_fifisdr.rules angelegt werden:
# Zugriffsrechte für FiFi-SDR vergeben:
# Gruppenzugehörigkeit auf 'plugdev' ändern
SUBSYSTEM!="usb", ACTION!="add", GOTO="fifisdr_usb_rules_end"
ATTRS{idVendor}=="16c0", ATTRS{idProduct}=="05dc", GROUP="plugdev"
LABEL="fifisdr_usb_rules_end"
Es kann nichts schaden, wenn man udev mit /etc/init.d/udev reload über den neuen Stand informiert. Nach erneutem Einstecken des FiFi-SDR sollten die Rechte nun stimmen:
rolf@blackbox:~$ ll /dev/bus/usb/003 total 0 crw-rw-r-- 1 root root 189, 256 Mar 7 08:34 001 crw-rw-r-- 1 root plugdev 189, 300 Mar 7 13:15 045
Soundkarte
Das FiFi-SDR meldet sich beim System unter anderem als Soundkarte an. Ohne weitere Maßnahmen ist es dem Zufall überlassen, welche Nummer dieser Soundkarte vom System zugewiesen wird. Wenn das FiFi-SDR bei laufendem System angesteckt wird, bekommt die Soundkarte z.B. den ALSA-Namen hw:1, da die eingebaute Soundkarte des Rechners hw:0 heißt. Falls aber das FiFi-SDR schon beim Booten des Rechners eingesteckt ist, kann diese Reihenfolge auch umgekehrt sein! Probleme mit Programmen, die wie Quisk den ALSA-Namen der Soundkarte in ihrer Konfigurationsdatei verlangen, wären damit vorprogrammiert.
Um eine bestimmte feste Numerierung von USB-Soundkarten zu erzwingen, gibt man dem zuständigen Kernel-Modul eine Liste der Soundkarten und der gewünschten Nummer beim Laden mit auf den Weg. Das funktioniert zumindest solange wie sich die Soundkarten anhand ihrer Hersteller-Kennung (vid) und Produkt-Kennung (pid) unterscheiden lassen. Das folgende Beispiel gilt für das FiFi-SDR (VID=0x16C0, PID=0x05DC) und eine hypothetische Karte mit VID=0x1234 und PID=0x0815. Man erstellt im Verzeichnis /etc/modprobe.d die Datei snd-usb-audio.conf mit folgendem Einzeiler, der dem FiFi-SDR die Nummer hw:4 und der anderen Karte die Nummer hw:5 zuordnet:
options snd-usb-audio index=4,5 vid=0x16c0,0x1234 pid=0x05dc,0x0815
Diese Option wird nur beim Laden des Kernel-Moduls wirksam. Wenn man nicht neu booten will (falls doch: Siehe hier), muß man zunächst alle angeschlossenen USB-Soundkarten entfernen und das Kernel-Modul gegebenenfalls mit modprobe -r snd-usb-audio entfernen, ehe man die Karten wieder einsteckt.
Nach Einstecken des FiFi-SDR sollte sich folgendes Bild ergeben:
rolf@blackbox:~$ ll /dev/snd total 0 drwxr-xr-x 2 root root 60 Mar 7 13:20 by-id drwxr-xr-x 2 root root 80 Mar 7 13:20 by-path crw-rw----+ 1 root audio 116, 0 Mar 6 19:42 controlC0 crw-rw----+ 1 root plugdev 116, 128 Mar 7 13:20 controlC4 crw-rw----+ 1 root audio 116, 4 Mar 6 19:42 hwC0D0 crw-rw----+ 1 root audio 116, 24 Mar 6 19:42 pcmC0D0c crw-rw----+ 1 root audio 116, 16 Mar 7 13:25 pcmC0D0p crw-rw----+ 1 root audio 116, 25 Mar 6 19:42 pcmC0D1c crw-rw----+ 1 root audio 116, 17 Mar 6 19:42 pcmC0D1p crw-rw----+ 1 root audio 116, 26 Mar 6 19:42 pcmC0D2c crw-rw----+ 1 root plugdev 116, 152 Mar 7 13:20 pcmC4D0c crw-rw----+ 1 root audio 116, 1 Mar 6 19:42 seq crw-rw----+ 1 root audio 116, 33 Mar 6 19:42 timer
In der Konfigurationsdatei .quisk_conf.py von Quisk kann nun der feste Wert eingetragen werden:
name_of_sound_capt = "hw:4"
Konfiguration
Da das FiFi-SDR softwareseitig kompatibel zum Softrock-Radio ist, können bestehende Tools für die Einstellung der gängigen Parameter genutzt werden. So läßt sich z.B. der Abgleich der Quarzfrequenz mit den meisten SDR-Programmen durchführen, wobei das spezielle Konfigurations-Tool von PE0FKO am besten geeignet ist.
Neben den vom Softrock übernommenen Parametern besitzt das FiFi-SDR aber noch weitere Einstellmöglichkeiten, insbesondere für den Preselektor. Um auch diese neuen Werte programmieren zu können, wurde das einfache Kommandozeilen-Tool rockprog erstellt.
OS-X
DSP Radio
DSP Radio von Sebastian (DL2SDR) unterstützt ab Version 1.2.1(1) (vom 27.9.2010) auch explizit das FiFi-SDR (Vielen Dank!).
Frühere Versionen von DSP Radio benötigen Firmware [171] (vom 12.09.2010) auf dem FiFiSDR, um die Frequenz einstellen zu können.
Es wird empfohlen auf die Version 1.2.1(1) (oder höher) von DSP Radio zu wechseln, da es bei Verwendung früherer Versionen zu Problemen bei Frequenzen kommen kann, bei denen das FiFiSDR einen integrierten Vorteiler größer 4 verwendet.
Windows Software unter Parallels
Eine weitere Möglichkeit (vorallem für Intel basierte Macs) besteht darin, die Windows Software (z.B. WinRad HD) unter Parallels zu nutzen. (Von Parallels gibt es derzeit eine kostenlose 14 Tage Testversion. Nötig ist dafür lediglich ein Testschlüssel, den es (inkl. Zugang zum Download) nach Registrierung mit Email-Adresse gibt. Die passende Wegwerf Email-Adresse bekommt man ohne Anmeldung z.B. bei http://spambog.com). Nach Ablauf der Testperiode wird nur ein neuer (Test)Schlüssel benötigt, die Installation selbst kann erhalten bleiben.
DRM Empfang
Sebastian (DL2SDR) stellt auf seiner Seite eine für OS-X übersetzte Version des OpenSource? DRM Decoders DREAM zur Verfügung.
DReaM wertet das Audiosignal auf dem angegebenen Eingang aus. Die Frequenzeinstellung, die das DRM Signal in den oberen Teil des Spektrums (über der LO-Frequenz) legt muss vorher mit einem anderen Programm durchgeführt werden. Da einige Optionen von DReaM nur von der Kommandozeile ("Terminal") aus verändert werden können, empfiehlt es sich, ein Script mit den passenden Einstellungen (Audiodevice, Inputformat, etc.) anzulegen. Das korrekte Inputformat ist 3 (I/Q input positive) ("-c 3" bzw. "--inchansel 3"). Eine detailliertere Anleitung folgt in Kürze...
Auch unter OS-X ist die gleichzeitige Verwendung von z.B. DSP Radio (zur Frequenzeinstellung) und DReaM (zur DRM Dekodierung) möglich.
Konfiguration
Neben den vom Softrock übernommenen Parametern besitzt das FiFi-SDR weitere Einstellmöglichkeiten, insbesondere für den Preselektor. Um auch diese neuen Werte programmieren zu können, wurde das Kommandozeilen-Tool rockprog erstellt.
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Dream und Winrad
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Aufdruck Si570
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cfgsr-calibrate-30.jpg
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added by df9dq 6 months ago.
Screenshot CFGSR
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